MHV SHK-Innung Landsberg stellt Weichen für die Zukunft

Landsberg am Lech, 24. März 2026 – Die SHK-Innung Landsberg am Lech hat bei ihrer Mitgliederhauptversammlung am 18. März in Kaufering eine positive Bilanz gezogen und zentrale Zukunftsthemen diskutiert.

Obermeister Martin Neß berichtete von aktuell 45 Mitgliedsbetrieben sowie 80 Auszubildenden im Landkreis, davon 49 in Innungsbetrieben. Während die Zahl der Anlagenmechaniker steigt, gehen die Ausbildungszahlen in anderen Gewerken zurück. Die Auftragslage in den Betrieben bleibt stabil mit Vorlaufzeiten von sechs Wochen bis drei Monaten.

Ein wichtiges Thema ist die aktuelle Entwicklung rund um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG), das künftig mehr Flexibilität und Technologieoffenheit bieten soll. Gleichzeitig bleibt das Ziel der CO₂-Neutralität bis 2045 bestehen. Ab 2045 dürfen Heizungen laut Gesetz keine fossilen Brennstoffe (Erdöl oder Erdgas) mehr nutzen. Wer dann noch eine Gasheizung betreibt, muß diese zu 100 % mit klimaneutralen Gasen (z. B. grünem Wasserstoff) befeuern.

Kreishandwerksmeister Markus Wasserle verwies auf erfolgreiche Veranstaltungen sowie kommende Projekte wie die Ausbildungsmesse im September 2026 und das neue Format „Made in LL“ im Jahr 2027.

Die Jahresrechnung 2025 und der Haushaltsplan 2027 wurden einstimmig beschlossen, ebenso die Entlastung der Vorstandschaft. Die Mitglieder des Rechnungsprüfungsausschusses wurden wiedergewählt.

Für die Zukunft will die Innung insbesondere jüngere Mitglieder stärker einbinden und die Attraktivität der Innungsarbeit weiter steigern. Die nächsten Neuwahlen finden 2027 statt.

v.l. Josef Widmann, Johann Hammer, Christof Kostinek vom Münchner Verein, Thomas Eckebrecht, Martin Neß, Katharina Bucher(rechts) von conlline, Markus Wasserle, Christine Epp, Valerie Kaiser, Johannes Widmann

Junge Maurertalente gezielt gefördert – Berufswettkämpfe im Blick

(München, am 31.03.2026) Eine Auszubildende und 13 Auszubildende aus Ober- und Niederbayern haben wieder ein Training zur Vorbereitung auf die Berufswettkämpfe absolviert. Die Begabtenförderung im Maurerhandwerk wurde zum elften Mal in München durchgeführt.

Die 13 Bauinnungen in Oberbayern und weitere vier Innungen des Bezirks Niederbayern haben es sich zum Ziel gesetzt, besonders begabte Auszubildende in Techniken zu schulen, die in der Ausbildung nicht gelehrt werden. In dem zweiwöchigen Kurs lernen die Teilnehmenden das Erstellen von hochwertigem Sichtmauerwerk sowie Arbeitsweisen im Gewölbebau. Ziel der Begabtenförderung ist es, zu den Berufswettbewerben wie Euro- oder Worldskills Kandidaten aus Bayern mit guten Voraussetzungen ins Rennen zu schicken.

Der Nationaltrainer für das Maurerhandwerk bei den Euro- und Worldskills, Kevin Schulz, angereist aus Brandenburg, lobte dabei das hohe Engagement der Teilnehmer und die Einmaligkeit der Schulungsmaßnahme in Deutschland. „Der Aufwand, der hier bei der Begabtenförderung betrieben wird, lohnt sich. Es wäre schön, wenn die Maßnahme überall in Deutschland durchgeführt werden würde!“

Auch in diesem Jahr übernahm Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, die Schirmherrschaft für die Veranstaltung. Bei der Zeugnisvergabe wurde er durch Herrn Norbert Kees, Sprecher der oberbayerischen Obermeister, vertreten.

In seiner Laudatio wies Kees u. a. auf die Karrierechancen am Bau hin. „Ihr habt bald den Gesellenbrief in der Tasche. Nutzt die Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung, um möglichst fundiertes Wissen zu erhalten – das ist eure Zukunft“, forderte Kees die jungen Leute auf. Die drei besten Teilnehmer in der Woche Sichtmauerwerk waren Herr Sebastian Nußhardt, Bauinnung Passau, Herr Simon Werner, Bauinnung Eichstätt, und Herr Florian Bichlmair, Bauinnung Bad Tölz.

Von der Bauinnung Landsberg wurde Frau Johanna Geiger des Ausbildungsbetriebes Schiessl für diese Schulungsmaßnahme vorgeschlagen.

Auch Obermeister Kees der Bauinnung betonte zum Abschluss der Aktion die vielseitige Berufsausbildung im Baugewerbe: „Das Baugewerbe mit seiner Vielzahl von Berufen bietet für jeden Jugendlichen eine gute Perspektive. Die Bauberufe sind attraktiv und bieten gute Verdienstmöglichkeiten.“

Metzger-Innung Landsberg setzt auf Nachwuchs und Sichtbarkeit

Bei der Mitgliederhauptversammlung der Metzger-Innung Landsberg am Lech im Exerzitienhaus Kloster St. Ottilien hat Obermeister Michael Moser eine positive Bilanz gezogen. Die finanzielle Lage der Innung sei stabil, die Zusammenarbeit im Landkreis funktioniere gut.

Großes Thema bleibt die Nachwuchsgewinnung. Derzeit werden acht angehende Metzger sowie sieben Fachverkäuferinnen ausgebildet. Besonders Projekte an Schulen zeigen Wirkung: So konnte etwa durch ein Bratwurst-Projekt an der Mittelschule Fuchstal ein Auszubildender gewonnen werden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das Handwerk bei Ausbildungsangeboten und Messen noch stärker präsent sein sollte.

Kreishandwerksmeister Markus Wasserle verwies auf eine insgesamt gute Position der Kreishandwerkerschaft Landsberg im bayernweiten Vergleich. Veranstaltungen wie die Ausbildungsmesse, die Freisprechungsfeiern oder der geplante „Tag der offenen Betriebe“ sollen die Sichtbarkeit des Handwerks weiter erhöhen.

Über aktuelle Herausforderungen im Metzgerhandwerk informierte Lars Bubnick vom Landesverband. Dabei ging es unter anderem um strengere Kontrollen bei Betriebsprüfungen, steigende Anforderungen an Dokumentation sowie politische Rahmenbedingungen.

Die Jahresrechnung 2025 und der Haushalt für die kommenden Jahre wurden einstimmig verabschiedet, ebenso die Entlastung der Vorstandschaft.

Für die Zukunft plant die Innung verstärkte gemeinsame Marketingaktionen, um das Metzgerhandwerk in der Region sichtbarer zu machen.

v. l.n.r. Michael Gschwill, Georg Lechle, Martin Neugebauer, Markus Wasserle, Gerd Neugebauer, Michael Moser, Ronny Spindler, Lars Bubnick, Martin Maisterl, Josef Gayer, Hans Kuhn

Bauinnung informiert über aktuelle Entwicklungen der Bauwirtschaft und beschließt zentrale Weichenstellungen

Landsberg / Hofstetten, 13. Februar 2026 – Im Gasthaus Hipp in Hofstetten fand am 13. Februar 2026 die Mitgliederversammlung der Bauinnung unter der Leitung von Obermeister Norbert Kees statt. Neben Berichten aus der Bauwirtschaft standen wichtige Beschlüsse zur Jahresrechnung sowie zum Haushaltsplan auf der Tagesordnung.

Zu Beginn begrüßte Obermeister Norbert Kees die anwesenden Mitglieder sowie Herrn Schmid von der bezirklichen Geschäftsstelle des Landesverband Bayerischer Bauinnungen, Vertreter der Handwerkskammer, der Berufsschule und weitere Gäste. In seinem Bericht ging er auf aktuelle Entwicklungen innerhalb der Innung ein, wie das Angebot der Jahresunterweisungen, die Neuordnung der Ausbildungsverordnung, die zukünftige Gestaltung der Gesellenprüfungen, die Digitalisierung in der Ausbildung und den Fachkräftemangel.

Einen Schwerpunkt der Veranstaltung bildete der Beitrag von Michael Kießling, der über aktuelle Herausforderungen in der Bauwirtschaft informierte. Thematisiert wurden unter anderem steigende Zertifizierungs- und Dokumentationspflichten sowie neue europäische Vorgaben zur Gebäudeeffizienz. Kritisch wurde insbesondere der zunehmende bürokratische Aufwand bewertet. Auch die Diskrepanz zwischen dem geschätzten Bedarf von rund einer Million neuer Wohnungen jährlich und der derzeitigen Bauleistung von etwa 170.000 Einheiten wurde angesprochen.

Kreishandwerksmeister Markus Wasserle betonte in seinen Ausführungen die Bedeutung eines ausgewogenen Zusammenspiels von Arbeit, Wohnen und Lebensqualität in der Region. Er hob die Notwendigkeit gesellschaftlicher Offenheit hervor, um die Integration internationaler Fachkräfte zu stärken. Zudem verwies er auf Investitionen in die beruflichen Schulen im Landkreis Landsberg und die Bedeutung stabiler Ausbildungsstrukturen für die Zukunft des Handwerks.

Im weiteren Verlauf der Versammlung stellte Thomas Schmid aktuelle Themen der Bauwirtschaft vor. Die Jahresrechnung 2025 wurde durch Markus Wasserle erläutert und von den anwesenden Mitgliedern einstimmig beschlossen. Der Rechnungsprüfungsausschuss bestätigte eine ordnungsgemäße Prüfung ohne Beanstandungen; die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

Auch der Haushaltsplan für das Jahr 2027 fand einstimmige Zustimmung. Bei der turnusmäßigen Neuwahl des Rechnungsprüfungsausschusses wurden Stefan Wetzl und Mathias Baur erneut gewählt.

Berichte der Berufsschule sowie der ÜLU Weilheim rundeten die Veranstaltung ab.

v.l. Matthias Baab, Markus Wasserle, Norbert Kees, Michael Kießling, Thomas Schmid

Sparkasse Landsberg-Dießen spendet 1.000 Euro an Handwerk mit Herz

Unterstützung für Ausflug benachteiligter Kinder aus der Region

Die Sparkasse Landsberg-Dießen hat den Verein „Handwerk mit Herz“ mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro unterstützt. Die symbolische Scheckübergabe erfolgte durch den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, Sven Fischer, an die Vereinsvertreter Kreishandwerksmeister Markus Wasserle und Karlheinz Dittler. Handwerk mit Herz engagiert sich seit beinahe drei Jahrzehnten für benachteiligte Kinder aus der Region. Ziel des Vereins ist es, Kindern, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, besondere Erlebnisse zu ermöglichen und ihnen unbeschwerte Tage zu schenken. Mit Unterstützung weiterer Handwerksbetriebe und Privatpersonen organisiert der Verein jedes Jahr einen unvergesslichen Ausflug. In den vergangenen Jahren führten diese Fahrten immer in den Europa-Park nach Rust. Die ehrenamtlichen Helfer begleiten die Kinder persönlich und sorgen während der Ausflüge für eine rundum gute Betreuung. Vom gesunden Frühstück über Lunchpakete bis hin zum selbst zubereiteten Abendessen.

Die Sparkasse Landsberg-Dießen unterstützt regelmäßig soziale Projekte und Vereine in der Region. „Mit unserer Spende möchten wir die wertvolle Arbeit des Vereins unterstützen und dazu beitragen, dass auch in Zukunft wieder strahlende Kinderaugen möglich werden“, betonte Vorstandsvorsitzender Sven Fischer bei der Übergabe.

Scheckübergabe vor dem KundenCenter der Sparkasse in Landsberg: Vorstandsvorsitzender Sven Fischer (rechts) überreicht den symbolischen Spendenscheck an Kreishandwerksmeister Markus Wasserle (links) und Karlheinz Dittler vom Verein Handwerk mit Herz. Foto: Stephan Sieg

Premiere für MADE IN LL: Akteure gesucht

Mitwirkende für die Tage der offenen Türen vom 11. bis 13. März 2027 gesucht

Drei Tage lang exklusive Einblicke in die Besonderheiten, Schätze und Unternehmen unseres Landkreises – das plant die Regionenmarke Landsberg Ammersee Lech, die Kreishandwerkerschaft und die Stadt Landsberg am Lech mit zahlreichen Partnern aus dem Landkreis mit dem neuen Veranstaltungsformat MADE IN LL. Ziel ist es, allen Interessierten einen Blick hinter die Kulissen unserer Unternehmen und Institutionen im Landkreis zu ermöglichen, regionale Identität zu fördern und unsere Region als Wirtschaftsstandort zu positionieren. Gesucht werden Akteure, die ihre Türen öffnen und einen Blick hinter die Kulissen gewähren! Vorgestellt wurde das Projekt beim Handwerkerempfang am 6. Februar 2026.

v.l.n.r. Andreas Korn (IHK Geschäftsstellenleiter Weilheim), André Köhn (Wirtschaftsförderer Stadt Landsberg), Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl, Landrat Thomas Eichinger, Kreishandwerksmeister Markus Wasserle, Kathrin Lenvain (Wirtschaftsförderin Landkreis Landsberg), Siegfried Metzger © Julian Leitenstorfer

MADE IN LL

Das Label MADE IN GERMANY steht weltweit für Spitzenqualität und ein hohes Serviceversprechen. Entsprechend der Bezeichnung, positioniert sich nun der Landkreis inkl. der Stadt Landsberg am Lech mit dem neuen Veranstaltungsformat MADE IN LL mit seinen Besonderheiten, einmaligen Akteuren und Unternehmen aller Größe, denn auch in unserem Landkreis gibt es zahlreiche spezialisierte Unternehmen, Weltmarktführer und unentdeckte Schätze. Hinter dem Format steht eine Kooperation aus wichtigen Akteuren im Landkreis, angeführt von der Regionenmarke Landsberg Ammersee Lech des Landkreises Landsberg am Lech, der Kreishandwerkerschaft, der Stadt Landsberg am Lech, dem Landsberger Tagblatt, sowie dem Tourismusverband Landsberg Ammersee Lech e.V. und der IHK.

Teilnehmende Akteure für die Tage der offenen Türen gesucht

Einen Blick hinter die Kulissen, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind, und Einwohner für unseren Landkreis begeistern, das ist das Ziel der Veranstalter. Vom 11. – 13. März 2027 sollen Unternehmen, Institutionen, Museen und Vereine aus dem Landkreis Landsberg am Lech ihre Türen öffnen und exklusive Einblicke, Führungen und Workshops anbieten. Teilnehmende Akteure profitieren von der Teilnahme durch überregionale Werbung, der Positionierung als Besonderheit des Landkreises und können über ihre Berufsfelder und Ausbildungsmöglichkeiten informieren. Sie möchten als Akteure ihre Türen öffnen? Dann melden Sie sich unter wirtschaftsfoerderung@lra-ll.bayern.de. Gerne können Sie am 26. Februar 2026 von 11.30 – 13.00 Uhr an einem Austausch in der Kletterei in Kaufering teilnehmen und gemeinsam mit den Organisatoren ihre Ideen besprechen. Weitere Details unter: www.landsberg-ammersee-lech.de/madeinLL

HandwerkerEmpfang 2026

Beim Handwerkerempfang am 06.02.2026 im Landratsamt Landsberg standen die Menschen und Betriebe des regionalen Handwerks im Mittelpunkt. Geehrt wurden Persönlichkeiten für besonderes Engagement in der Nachwuchsarbeit, herausragende Prüfungsleistungen, jahrzehntelange Betriebszugehörigkeiten, Meisterhaft-Zertifizierungen, zahlreiche Betriebsjubiläen sowie Goldene Meisterbriefe. Ausgezeichnet wurden sowohl junge Leistungsträger als auch erfahrene Meisterinnen und Meister sowie Betriebe, die seit Jahrzehnten Verantwortung für Ausbildung, Qualität und regionale Wertschöpfung übernehmen. Insgesamt wurden 76 Ehrungen an Einzelpersonen und Unternehmen aus unterschiedlichsten Gewerken verliehen. Die Veranstaltung würdigte damit eindrucksvoll die Leistungsstärke, Beständigkeit und Vielfalt des Handwerks im Landkreis.

537. Schuhmacherjahrtag: Tradition und Zukunft im Fokus

Seit 1489 feiert die Schuhmacherinnung Landsberg jeden dritten Montag im Januar ihren traditionellen Jahrtag. Auch in diesem Jahr beging die älteste Innung der Kreishandwerkerschaft am 19. Januar 2026 diesen besonderen Anlass mit einem feierlichen Gottesdienst und der anschließenden Jahreshauptversammlung.

Der Festtag begann mit einem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Landsberg, der traditionell am Schuhmacheraltar stattfand und von Pfarrer Zeitler zelebriert wurde. Im Anschluss versammelten sich die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung in der Kreishandwerkerschaft Landsberg.

Obermeisterin Luisa Bredschneijder berichtete über aktuelle und kommende Aktivitäten der Innung. Die Jahresrechnung 2025 sowie der Haushaltsplan 2027 wurden einstimmig beschlossen, ebenso die Entlastung von Vorstandschaft und Geschäftsführung. Kreishandwerksmeister Markus Wasserle informierte über geplante Projekte der Kreishandwerkerschaft.

Mit großem Stolz blickt die Schuhmacherinnung auf ihre über 500-jährige Geschichte zurück und verbindet diese mit einem klaren Blick in die Zukunft. Die Feierlichkeiten zum 537. Jahrtag unterstrichen erneut die tiefe Verwurzelung des Handwerks in der Region.

v. l. Heinrich Pflanz, Kreishandwerksmeister Markus Wasserle, Obermeisterin Luisa Bredschneijder, Reinhold Schlegel, Michael Schopf, Manfred Feneberg, Jörg Matz, Johann Fuchs

Mitgliederhauptversammlung der Friseur-Innung Landsberg – Neuer Vorstand gewählt und wichtige Branchenentwicklungen im Fokus

Mitgliederhauptversammlung der Friseur-Innung Landsberg – Neuer Vorstand gewählt und wichtige Branchenentwicklungen im Fokus

Landsberg am Lech, 1. Dezember 2025 – Die Friseur-Innung Landsberg am Lech hat ihre Mitgliederhauptversammlung im Restaurant Edelweiss in Kaufering abgehalten.

Zu Beginn berichtete Obermeisterin Melanie Frei über die aktuelle Situation der Innung. Ein Schwerpunkt liegt auf der hohen Kleinteiligkeit der Betriebe und der damit verbundenen Herausforderung, dass nur ein kleiner Teil ausbilden kann.

Der Vorstand erfährt einen personellen Wechsel, wobei sich der bisherige Vorstand darüber freut, dass neue Impulse für die Branche gesetzt werden können.

Die Ausbildungszahlen im Innungsgebiet entwickelten sich positiv und stiegen in den vergangenen beiden Jahren auf sieben bzw. acht Azubis – ein erfreulicher Trend nach den coronabedingten Rückgängen. Wichtige Themen der Branche sind steigende Kosten, Fachkräftemangel, Schwarzarbeit sowie der zunehmende Anteil von Kleinselbstständigen und Barber Shops. Ab Januar 2026 gilt der elektronische Berufsausweis, elektronische Kassensysteme mussten bis Juli 2025 gemeldet werden. Hier steht die Innung den Betrieben mit Rat und Tat zur Seite. Die neue Obermeisterin Claudia Palm zeigt seit Jahren erfolgreich, wie Ausbildung trotz herausfordernder Rahmenbedingungen gelingen kann, und möchte dieses Wissen künftig verstärkt an Kolleginnen und Kollegen weitergeben.

Kreishandwerksmeister Markus Wasserle informierte über zentrale Aktivitäten der Kreishandwerkerschaft, darunter den Handwerkerempfang 2026, die Ausbildungsmesse und den Tag der Ausbildung. Er betonte die Bedeutung der Innung für die regionale Handwerkslandschaft und sagte: „Das Handwerk ist der vielfältigste Bereich der deutschen Wirtschaft, und die Friseure sind diejenigen, die am nächsten an den Kunden sind. Daher freut es mich ganz besonders, dass wir in der Kreishandwerkerschaft auch weiterhin eine starke Friseur-Innung als Botschafter fürs Handwerk in der Region haben.“

Ein wesentlicher Punkt der Versammlung waren die Neuwahlen:

  • Claudia Palm wurde in geheimer Abstimmung zur neuen Obermeisterin gewählt.
  • Die Wahl des stellvertretenden Obermeisters wird in 2026 erfolgen
  • Christina Wörle, Sebastian Höß und Sabine Valier wurden als Beisitzer bestätigt.
  • Nadine Ehrlich und Cäcilia Dollinger wurden erneut in den Rechnungsprüfungsausschuss gewählt.

Zudem wurden zahlreiche Anregungen eingebracht – darunter der Wunsch nach einem Innungsstand in der Delo-Halle der Ausbildungsmesse 2026 sowie neue Ideen für gemeinsame Aktivitäten der Betriebe.

v. l. Nadine Ehrlich, Sebastian Höß, Karlheinz Dittler, Melanie Frei, Claudia Palm, Cilly Dollinger,  Sabine Valier, Christina Wörle, Markus Wasserle, Michael Hunger

Tag der Ausbildung im Landkreis Landsberg am 19.11.2025 – Unternehmen öffnen erneut ihre Türen: Jugendliche erhalten direkte Einblicke in 60 Betriebe im Landkreis

Am Mittwoch, den 19. November 2025, nutzten Jugendliche im Landkreis Landsberg den unterrichtsfreien Buß- und Bettag, um beim „Tag der Ausbildung“ einen Blick hinter die Kulissen regionaler Unternehmen zu werfen. Bereits zum dritten Mal fand das Format in dieser Form statt – und erneut war das Interesse groß.

Insgesamt 57 Betriebe aus Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistung beteiligten sich in diesem Jahr. Die Jugendlichen konnten sich über vielfältige Ausbildungsberufe informieren und praxisnahe Einblicke in Arbeitsabläufe erhalten.

Organisiert über 18 thematisch strukturierte Bus-Routen, fuhren die Teilnehmenden zu den Unternehmen im gesamten Landkreis und darüber hinaus. Vor Ort boten die Betriebe ein abwechslungsreiches Programm – von Betriebsführungen über praktische Mitmachstationen bis hin zu Gesprächen mit Ausbildern und aktuellen Auszubildenden.

Rund 360 Schülerinnen und Schüler zwischen 13 und 17 Jahren nutzten die Gelegenheit, sich umfassend über Einstiegsmöglichkeiten und berufliche Perspektiven zu informieren. Die Begegnungen waren bewusst interaktiv gestaltet: Fragen stellen, ausprobieren, erleben – all das stand im Mittelpunkt.

Kreishandwerksmeister Markus Wasserle, der die Initiative maßgeblich organisiert, zeigte sich erneut sehr zufrieden mit dem diesjährigen Verlauf:
„Ich freue mich, dass wieder so viele interessierte Jugendliche Einblicke in die Betriebe bekommen haben und dadurch hoffentlich einen erfolgreichen Start in eine Ausbildung machen können, die zu ihren Stärken passt.“

Wie auch in den Vorjahren war eine breite Beteiligung notwendig, um die Durchführung auf diesem Niveau zu ermöglichen. 32 Begleitpersonen stellten die Betreuung der Jugendlichen auf den Touren sicher. Zentral ist hierbei der Arbeitskreis Schule Wirtschaft mit der Koordinatorin Angelika Rauch und Schulrätin Carmen Audilet, die durch Ihre Unterstützung eine Vielzahl von Lehrkräften motivieren konnten als Begleiter dabei zu sein. Den Lehrkräften kommt das gewonnene Verständnis über die Betriebe in Ihrer Rolle als Mentoren für die Schülerinnen und Schüler zugute. So können sie als Botschafter für die berufliche Bildung in allen Bereichen der Wirtschaft agieren, was laut Markus Wasserle „ein positiver Nebeneffekt“ der Aktion ist.

Der „Tag der Ausbildung“ hat sich damit fest als wichtiger Baustein der regionalen Berufsorientierung etabliert und wird auch zukünftig eine zentrale Rolle dabei spielen, Jugendliche und Unternehmen im Landkreis Landsberg zusammenzubringen.

Mehr Informationen zum Tag der Ausbildung finden Sie hier.