Handwerk setzt auf Zusammenarbeit und klare Zukunftsstrategien

Landsberg am Lech, 23. April 2026 – Bei der Mitgliederhauptversammlung der Kreishandwerkerschaft Landsberg am Lech stellte der Verband die Weichen für die Zukunft des regionalen Handwerks. Kreishandwerksmeister Markus Wasserle und die stellvertretende Kreishandwerksmeisterin Luisa Bredschneijder wurden im Rahmen der Versammlung einstimmig in ihrem Amt bestätigt.

Im Mittelpunkt des Tätigkeitsberichts standen konkrete Ansätze zur Stärkung der Betriebe. Ein besonderer Fokus lag auf der Schaffung von Zusatznutzen für die Betriebe und einer intensiveren Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren wie beispielsweise der Landwirtschaft, was durch die Anwesenheit von Kreisbauernobmann Johann Drexl und dessen Statement zum Ausdruck kam. Ziel ist es, bestehende Schnittstellen besser zu nutzen und neue gemeinsame Formate zu entwickeln – etwa bei Veranstaltungen oder in der beruflichen Qualifizierung.

Ein zentrales Projekt zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Landkreis Landsberg ist die Initiative „Made in LL“, die im März 2027 stattfinden soll. Geplant ist ein landkreisweiter „Tag der offenen Tür“, bei dem auch Handwerksbetriebe ihre Leistungen öffentlich präsentieren. „Wir müssen das Handwerk sichtbarer machen und aktiv zeigen, was unsere Betriebe leisten“, betonte Wasserle.

Auch praxisnahe Unterstützungsangebote sollen weiter ausgebaut werden. So will die Kreishandwerkerschaft Programme wie die Ausbildung von Behördenbegleitern verstärkt in die Betriebe tragen, um Betriebsinhabern die Möglichkeit zu bieten Ihre Mitarbeitenden im Umgang mit administrativen Anforderungen zu entlasten.

Ein wesentliches Thema bleibt der Fachkräftemangel. Wasserle hob hervor, dass neben Ausbildung auch die Rahmenbedingungen entscheidend sind: „Bezahlbarer Wohnraum für Mitarbeitende wird zunehmend zum Wettbewerbsfaktor.“ Hier seien neue Lösungsansätze gefragt, an denen die Kreishandwerkerschaft mitarbeiten möchte.

Auch der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Dr. Frank Hüpers unterstrich in seinem Grußwort die aktuellen Herausforderungen für das Handwerk und warb für mehr Zusammenhalt sowie eine stärkere Interessenvertretung des Mittelstands gegenüber allen politischen Ebenen.

Abschließend appellierte Wasserle an die Betriebe, trotz der aktuellen Herausforderungen Zuversicht zu zeigen und gemeinsam an der Weiterentwicklung des Handwerks zu arbeiten. Der enge Schulterschluss mit Kommunen, Wirtschaft und Verbänden sei dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor. „sehr viele Menschen orientieren sich an uns Betriebsinhabern, dieser Verantwortung müssen wir gerecht werden und Lösungen aufzeigen, die den Belangen aller Beteiligten im Betrieb gerecht werden“ so Wasserle abschließend.

v.l. hintere Reihe: Stefan Fichtl, Martin Neß, Dietmar Kreitner, Bernhard Klotz, Markus Wasserle, Michael Moser, Dr. Frank Hüpers, Matthias Baab,

vorne sitzend: Claudia Palm, Luisa Bredschneijder

MHV SHK-Innung Landsberg stellt Weichen für die Zukunft

Landsberg am Lech, 24. März 2026 – Die SHK-Innung Landsberg am Lech hat bei ihrer Mitgliederhauptversammlung am 18. März in Kaufering eine positive Bilanz gezogen und zentrale Zukunftsthemen diskutiert.

Obermeister Martin Neß berichtete von aktuell 45 Mitgliedsbetrieben sowie 80 Auszubildenden im Landkreis, davon 49 in Innungsbetrieben. Während die Zahl der Anlagenmechaniker steigt, gehen die Ausbildungszahlen in anderen Gewerken zurück. Die Auftragslage in den Betrieben bleibt stabil mit Vorlaufzeiten von sechs Wochen bis drei Monaten.

Ein wichtiges Thema ist die aktuelle Entwicklung rund um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG), das künftig mehr Flexibilität und Technologieoffenheit bieten soll. Gleichzeitig bleibt das Ziel der CO₂-Neutralität bis 2045 bestehen. Ab 2045 dürfen Heizungen laut Gesetz keine fossilen Brennstoffe (Erdöl oder Erdgas) mehr nutzen. Wer dann noch eine Gasheizung betreibt, muß diese zu 100 % mit klimaneutralen Gasen (z. B. grünem Wasserstoff) befeuern.

Kreishandwerksmeister Markus Wasserle verwies auf erfolgreiche Veranstaltungen sowie kommende Projekte wie die Ausbildungsmesse im September 2026 und das neue Format „Made in LL“ im Jahr 2027.

Die Jahresrechnung 2025 und der Haushaltsplan 2027 wurden einstimmig beschlossen, ebenso die Entlastung der Vorstandschaft. Die Mitglieder des Rechnungsprüfungsausschusses wurden wiedergewählt.

Für die Zukunft will die Innung insbesondere jüngere Mitglieder stärker einbinden und die Attraktivität der Innungsarbeit weiter steigern. Die nächsten Neuwahlen finden 2027 statt.

v.l. Josef Widmann, Johann Hammer, Christof Kostinek vom Münchner Verein, Thomas Eckebrecht, Martin Neß, Katharina Bucher(rechts) von conlline, Markus Wasserle, Christine Epp, Valerie Kaiser, Johannes Widmann

Azubibericht | Landkreis Landsberg

LERNEN, ERLEBEN, MITGESTALTEN – UNSER AZUBI-ALLTAG

Wir sind die Auszubildenden zu im ersten Lehrjahr beim Landkreis Landsberg am Lech. Seit September 2025 absolvieren wir hier unsere Ausbildung zu Verwaltungsfachangestellten und erhalten dabei umfassende Einblicke in die vielfältigen Aufgaben einer modernen Verwaltung. Unsere Ausbildung gliedert sich in drei Bereiche: den Unterricht in der Berufsschule, die Lehrgänge an der Bayerischen Verwaltungsschule (BVS) sowie die praktische Ausbildung direkt am Landratsamt. In der Berufsschule besuchen wir Fächer wie Personalwesen, Politik und Gesellschaft sowie Verwaltungshandeln. Die Inhalte werden in der BVS in 2-3-wöchigen Lehrgängen an verschiedenen Standorten, beispielsweise in Lauingen oder Holzhausen am Ammersee, vertieft. Neben dem Unterricht bietet die Zeit dort auch Gelegenheit zum Austausch mit anderen Auszubildenden sowie zur Teilnahme an gemeinsamen Freizeitaktivitäten. Den praktischen Teil unserer Ausbildung verbringen wir im Landratsamt. Dort durchlaufen wir verschiedene Sachgebiete, wie beispielsweise die Kulturverwaltung, den Naturschutz oder das Bauamt. Auf diese Weise lernen wir die unterschiedlichen Aufgabenbereiche der Behörde kennen. Wir erhalten Einblicke in die Sachbearbeitung, den Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Chance an Außendienstfahrten teilzunehmen. Zu den besonderen Highlights unserer bisherigen Ausbildung zählen unter anderem die eigenständige Durchführung von Projekten, die Erstellung von Inhalten für Social Media, die Mitwirkung an Testkäufen sowie Verwaltungsgericht. ein Besuch beim Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Ausbildung ist die Zusammenarbeit im Team. Gemeinsame Ausflüge fördern den Zusammenhalt und stärken den Austausch unter den Auszubildenden.

Darüber hinaus profitieren wir von den Vorteilen des öffentlichen Dienstes. Dazu zählen unter anderem eine attraktive Vergütung (bis zu 1.400 €), ein sicherer Arbeitsplatz, flexible Arbeitszeiten sowie ein Zuschuss zum Deutschlandticket. Auch im Bereich Gesundheit und Sport bestehen vielfältige Angebote, beispielsweise durch den EGYM Wellpass. Insgesamt bietet die Ausbildung am Landratsamt Landsberg am Lech eine abwechslungsreiche Kombination aus Theorie und Praxis und ermöglicht einen umfassenden Einblick in die Arbeit der öffentlichen Verwaltung. Wenn wir dein Interesse geweckt haben, check doch gerne unsere Website aus oder melde dich einfach gleich bei unserer Ausbildungsbeauftragten, Annika Ambrosch, (Ausbildung@Lra-LL.Bayern.de).

Junge Maurertalente gezielt gefördert – Berufswettkämpfe im Blick

(München, am 31.03.2026) Eine Auszubildende und 13 Auszubildende aus Ober- und Niederbayern haben wieder ein Training zur Vorbereitung auf die Berufswettkämpfe absolviert. Die Begabtenförderung im Maurerhandwerk wurde zum elften Mal in München durchgeführt.

Die 13 Bauinnungen in Oberbayern und weitere vier Innungen des Bezirks Niederbayern haben es sich zum Ziel gesetzt, besonders begabte Auszubildende in Techniken zu schulen, die in der Ausbildung nicht gelehrt werden. In dem zweiwöchigen Kurs lernen die Teilnehmenden das Erstellen von hochwertigem Sichtmauerwerk sowie Arbeitsweisen im Gewölbebau. Ziel der Begabtenförderung ist es, zu den Berufswettbewerben wie Euro- oder Worldskills Kandidaten aus Bayern mit guten Voraussetzungen ins Rennen zu schicken.

Der Nationaltrainer für das Maurerhandwerk bei den Euro- und Worldskills, Kevin Schulz, angereist aus Brandenburg, lobte dabei das hohe Engagement der Teilnehmer und die Einmaligkeit der Schulungsmaßnahme in Deutschland. „Der Aufwand, der hier bei der Begabtenförderung betrieben wird, lohnt sich. Es wäre schön, wenn die Maßnahme überall in Deutschland durchgeführt werden würde!“

Auch in diesem Jahr übernahm Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, die Schirmherrschaft für die Veranstaltung. Bei der Zeugnisvergabe wurde er durch Herrn Norbert Kees, Sprecher der oberbayerischen Obermeister, vertreten.

In seiner Laudatio wies Kees u. a. auf die Karrierechancen am Bau hin. „Ihr habt bald den Gesellenbrief in der Tasche. Nutzt die Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung, um möglichst fundiertes Wissen zu erhalten – das ist eure Zukunft“, forderte Kees die jungen Leute auf. Die drei besten Teilnehmer in der Woche Sichtmauerwerk waren Herr Sebastian Nußhardt, Bauinnung Passau, Herr Simon Werner, Bauinnung Eichstätt, und Herr Florian Bichlmair, Bauinnung Bad Tölz.

Von der Bauinnung Landsberg wurde Frau Johanna Geiger des Ausbildungsbetriebes Schiessl für diese Schulungsmaßnahme vorgeschlagen.

Auch Obermeister Kees der Bauinnung betonte zum Abschluss der Aktion die vielseitige Berufsausbildung im Baugewerbe: „Das Baugewerbe mit seiner Vielzahl von Berufen bietet für jeden Jugendlichen eine gute Perspektive. Die Bauberufe sind attraktiv und bieten gute Verdienstmöglichkeiten.“